Auf und Ab beim Saisonfinale in Hockenheim

Mit vorsichtigem Optimismus reiste das Team Herberth Motorsport rund um Robert Renauer zum Saisonabschlussrennen nach Hockenheim. Jedoch schon im freien Training am Freitag mussten wir feststellen, dass es an diesem Wochenende sehr schwer werden wird. Nachdem man sich am Freitag noch im vorderen Mittelfeld wieder fand, musste man beim Zeittraining am Samstag auf veränderte Wetterbedingungen reagieren. Bei leicht nasser Fahrbahn ging es überhaupt nicht voran, was sich mit Startplatz sechzehn bemerkbar machte. Diese denkbar ungünstige Ausgangsposition musste Robert auf ein kleines Wunder hoffen lassen, da sein Teamkollege Uwe Alzen mit Platz zwölf zwei Startreihen vor ihm ins Rennen gehen konnte. Genau diesen musste Robert schlagen um Platz drei der Fahrermeisterschaft zu erreichen. Ins Rennen am Sonntag, wieder bei trockenen Bedingungen, ging es also unter dem Motto "jetzt oder nie". mit einem sensationell gutem Start konnte Robert bereits in der ersten Runde einige Plätze gut machen. Uwe, der auch einen guten Start erwischte, wurde hingegen unverschuldet in eine Kollision verwickelt und musste das Rennen vorzeitig beenden. Robert, der mittlerweile auf Position acht vorgefahren war konnte das Rennen nun kontrolliert bestreiten. Der Gewinn der Teamwertung war durch den Ausfall von Alzen nicht mehr realistisch und mit den Punkten für Platz 8 würde Robert Platz drei der Fahrermeisterschaft nach hause bringen. Doch es hat nicht sollen sein. Einige Runden vor Rennende rollte Robert mit einem technischen Defekt an seinem Elfer aus und musste das Rennen ebenfalls aufgeben. Robert beschrieb die Situation nach dem Rennen wie folgt: "Ich bemerkte schon beim Einfahren auf die Start-Ziel-Gerade, dass das vor mir fahrende Fahrzeug locker davon ziehen konnte. Das Auto hatte keine Leistung mehr und lies sich nicht mehr kontrollieren. Nachdem alle Lichter im Fahrzeug ausfielen und der Motor versagte, musste ich das Rennen aufgeben". Unterm Strich kommt Robert mit 96 Punkten wie im vergangenen Jahr auf Platz vier der Fahrerwertung und das Team Herberth im Jahr der Rückkehr in den Carrera Cup auf Platz zwei der Teamwertung.